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Beitrag zum Thema Wissenswertes
Wohin mit dem Elektroschrott
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Die Rohstoffpreise kennen seit Jahren nur einen Weg. Dieser Weg führt geradlinig nach oben. Der weltweite Hunger nach Energie und Erz scheint nicht zu enden. In Asien werden in nur einem Jahr ganze Städte gebaut. Millionen von Autos kommen seit Jahren auf diesen Markt in China hinzu. Selbst die Wirtschaftskrise kann diesem Trend nichts. Der Abbau von Rohstoffen wird allerdings aufgrund hoher Energiekosten immer kostenintensiver. Auch werden immer weniger Lagerstätten neu erschlossen. Grund hierfür dürfte der enorme Aufwand sein. Bestehende Lagerstätten für Erze sind zunehmend erschöpft oder befinden sich um es beim Wort zu nennen am letzten Ende dieser Welt. Auch stammen diese Rohstoffe oft aus großen Tiefen. Neu erschlossene Abraumgebiete sind immer schwerer zu erreichen. Es scheint als ob die Rohstoffe sich dem Ende neigen. Insbesondere Seltene Erden werden immer begehrter und sind zunehmend knapp. Rohstoffe sind für die westliche Welt unentbehrlich. Insbesondere das Rohstoffarme Deutschland ist auf Importe angewiesen. Ohne diese Rohstoffe wie Kohle, Erze, Erdöl wäre unsere Industrie am Ende. Einige Erz exportierende Länder drosseln schon heute Ihre Lieferungen an die USA und in die EU. Einige andere liefern jetzt schon gar nicht mehr außer Land. Dies gilt insbesondere für seltene Erden und gewisse Metalle.

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Auf diese Rohstoffe kann allerdings kaum ein Industriekonzern hierzulande verzichten. Daher schießen Recycling Unternehmen aus dem Boden wie Pilze und beschäftigen sich mit dem Ankauf von Elektroschrott, alten Computern, bis hin zu Altkabel und Zinngeschirr. Diese haben es besonders auf Kupfer, Messing, Zinn und Edelmetalle wie Gold, Silber, Platin oder Palladium abgesehen. Manche kaufen sogar alte Katalysatoren und Elektromotoren an. Selbst Eisenschrott ist nach Jahrzehnten wieder etwas Wert. Selbst Schuld wer da seine Metalle oder Elektroschrott zum Recyclinghof bringt und dort verschenkt. Haben Sie schon mal die Sperrmüllsammler gesehen. Diese suchen in erster Linie nach Metallen und Schrott jeglicher Art. Selbst Autobatterien die im Sperrmüll nichts verloren haben nehmen diese mit. Hier herrscht auf der Straße schon ein Kleinkrieg.

Die Schrottpreise bewirken dies. Selbst im Postankauf wird mittlerweile Kupfer und Messing angekauft. Seit kurzem sinkt das Angebot an Zinn. Daher steigt der Preis für Zinnschrott, so das nunmehr selbst Zinn von Edelmetallhütten und Scheideanstalten angekauft wird. Überwiegend Zinngeschirr wird hier zu Lötzinn für die Industrie verarbeitet. Der Zinnpreis für Zinnschrott war schon bei 20 Euro für das Kilo. Eisenschrott bringt um die 300 Euro je Tonne. Der Preis für Altkupfer lag auch schon bei 7 Euro das Kilo. Platinen aus Computern bringen bis zu 20 Euro das Kilo. Alte Autobatterien bringen um die 70 Cent das Kilo.

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Hier hat man nach einer Aufräumaktion schnell 100 Euro und mehr zusammen. Elektroschrott aus Rechnern sollte man zu einer Scheideanstalt auf dem Postweg schicken. Auch alte Kabel bis hin zur ausgedienten Festplatte, wird hier fast alles angekauft. Alte Handy s sind hier meist auch willkommen und werden vergütet. Besonders viel an wertvollen Rohstoffen besitzen alte Geräte. Insbesondere ältere Rechner stecken voll mit Gold und anderen Edelmetallen. Den besten Preis bei Kupfer erzielen Sie, wenn dieses blank ist. Kabel in größeren Mengen sollten Sie in Aceton einlegen. Hier wird die Ummantlung gelöst. Danach lässt sich die aufgequollene Ummantlung mühelos mit Gummihandschuhen abstreifen. Aceton sollten Sie nicht im Baumarkt erwerben, sondern günstig online bestellen. Das Abbrennen von Altkabel ist verboten, und senkt ohnehin den Ankaufpreis.

Seit neuester Zeit werden auch ausgediente Solarzellen und Flachbildschirme von einigen Schrotthändlern angekauft. Ihre Zeit dürfte allerdings noch nicht im großen Stil gekommen sein. Gerade diese Geräte enthalten die sogenannten seltenen Erden. Röhrengeräte zählen hier allerdings nicht zu. Genau so wie Kühlgeräte. Diese entsorgen Sie am besten weiter wie auch Haushaltkleingeräte auf dem Recyclinghof. Hier lohnt sich jener Aufwand nicht wirklich.

Ein weiter und letzter Tip. Altes Zahngold sollten Sie auch zu einer Scheideanstalt schicken. Der örtliche Goldankäufer bezahlt meist nicht nur schlechter, sondern vergütet nur den Goldanteil. Im Zahngold befinden sich allerdings weitere Metalle wie Palladium und Platin. Diese werden von den Scheideanstalten auf Milligramm genau vergütet. Daher lohnt dieser Weg immer, selbst nach Abzug von Porto entgelten.
18:19:00 - 29.02.2012
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